Der Motivationsthread

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Der Motivationsthread

      Ich grüße alle Sackpfeifer!

      In unserem Forum haben wir nun für jedes erdenkliche Thema einen Thread. Um aber tatächlich und komplett Ent Gültig zu sein, schlage ich einen letzten Dauerthread vor, welcher dem ÜBEN gewidmet ist!

      Hand aufs Herz - unser Alltag als Sackpfeifer besteht nicht nur aus glanzvollen Auftritten und genialen Sessions, die allermeiste Zeit wo wir eine Sackpfeif in der Hand haben verbringen wir beim Üben, in einem (mehr oder weniger) schalldichten Raum mit Sackpfeife, Wasserflasche und Noten. Und nicht immer ist man auch richtig dabei, es gibt Tage wo man einfach keine Lust hat, mit den Gedanken woanders ist, die Finger sind steif und schlapp und wollen einfach nicht...

      Was motiviert Euch in solchen Momenten? Was demotiviert Euch? Wie übt ihr, wie oft, und vor allem was gibt Euch den richtigen Motivations-Kick und Inspiration damit die Lust am Üben nicht vergeht? Was treibt Euch an besser zu werden?


      Gregorius
    • Ganz einfach. Ich tue das, was mich auch zum Dudelsack spielen gebracht hat: Geile Sackpfeifenmusik hören! Das inspiriert mich immer ungemein. Neue Spieltechniken abgucken, verschiedene Interpretationen von bereits bekannten Stücken anhören. Sein Spiel mit dem anderer Musiker vergleichen. Was macht Gruppe X / Musiker Y besser als ich und wie kann ich mich selbst darin verbessern? Die bereits beherrschten Melodien immer versuchen weiter zu verbessern, z.B. durch Einsatz anderer Verzierungen oder Ändern von Längen einzelner Noten. Generell viel Musik hören, nicht nur mit Dudelsack. Bei einigen Liedern denke ich mir dann "Cool, das könnte sich auch auf dem Marktsack gut anhören" und dann wirds ausprobiert.
      Generell den Anspruch an sich selbst haben, der Beste sein zu wollen. Sich darauf besinnen, dass noch kein Meister vom Himmel gefallen ist.

      Und was am Anfang, die ersten Monate wichtig ist: Sich selbst erlauben, schlecht zu sein. Besser werden kann man nur durch Üben und Anfangs hört es sich eben zwangsläufig sch***e an. Jeder hat mal klein angefangen. Man sollte sich natürlich aber zunächst auch nicht der Öffentlichkeit zumuten.

      Fortschritte aufzeichnen. Sich regelmäßig die Frage stellen: Was kann ich heute besser als vor X Wochen/Monaten? Audio-Aufnahmen können da sehr hilfreich sein.
      Bewusst Üben. Schwierige Passagen gezielt üben und so eventuell vorhandene "Ängste" abbauen.
      Kritikfähig sein. Konstruktive Kritik nicht persönlich nehmen sondern gezielt an den kritisierten Sachen arbeiten. Ehrlich zu sich selbst sein, momentane Schwächen eingestehen, daran arbeiten.
      Wenn es mal überhaupt nicht Laufen will: Sich nicht zum Üben zwingen. Am nächsten Tag sieht es meist schon besser aus. :thumbsup:
      Beste Grüße
      Markus
    • Nettes Thema...ja, ja!!! Ich schaue mir gelegentlich alte Fotos meiner Dudelanfänge an. Das Foto zeigt mich 1996 mit meinem ersten " Dudelsack " den ich mir begeistert und völlig ahnungslos anschaffte ( bitte nicht lachen...das Outfit ist echt mehr als grenzwertig ). Jeder kennt die Dinger mittlerweile und weiß um die super Qualität und Spielbarkeit :evil: . Das nächste zeigt mich einige Wochen später nach meinem ersten öffentlichen Dudelsack- Auftritt auf Burg Rheinfels am Pranger. Ich musste das Versprechen abliefern wirklich nieeee mehr Dudelsack zu spielen oder auch nur daran zu denken. Ich danke dem lieben Gott auf Knien, dass es von dieser " Darbietung " keine Tondokumente mehr gibt. Der Pakistani -Sack landete übrigens während eines Wutanfalls beim Üben in hohem Bogen im Rhein. Hoffe Neptun kann das Verzeihen.

      Heute heißt bei jeder passenden Gelegenheit: "....und bring doch bitte deinen Dudelsack mit". Das macht echt Spaß und motiviert absolut. Wenn ich den geilen Sound eines gut gespielten Dudelsackes höre und die Leute sehe, die davon fasziniert sind ist das einfach nur stark und treibt mich an, immer weiter zu machen. Sobald ich die Sackpfeife in der Hand halte, sie spüre, spiele und erlebe ist das für mich der absolute Kick!!! Es gibt auch Tage an denen nix klappt,,,dann einfach mal eine Pause machen und nichts erzwingen. Mein Rezept!!!

      Gruß an alle von Günter
      Bilder
      • 013 (2).JPG

        342,52 kB, 1.500×1.096, 185 mal angesehen

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Hoellenpein ()

    • Gregor, ich machs immer so, wenn ich ein Lied höre, das mir richtig gut gefällt, schnappe ich mir mein Hümmelchen, und versuche die Lieder nachzuspielen. Drei bis vier Mal wöchentlich werden dann eine Stunde lang sämtliche Lieder im Repertoir wiederholt, einstudiert etc über den Zeitraum einer bis zwei Stunden hinweg. Meine Anfänge waren ähnlich wie bei Hoellenpein. Nur wars bei mir ne Early Music Shop Schäferpfeife (Paki), der schlussendlich bei einem Kollegen landete, welcher das gute stück wenigstens optisch ansehnlich umdrechselte und bei sich über den Kamen gehängt hat.

      Mittlerweile werd ich bei jeder dritten Straßenmusik angesprochen, ob ich eine Visitenkarte bei mir hätte oder dergleichen und bin nun so zu meinen ersten 3 Auftritten in diesem Jahr gekommen, alles in der Umgebung oder direkt in Chemnitz bei relativ guter Gage. Und das liefert mir eigentlich auch den Ansporn, mich tagtäglich weiterzubilden und zu fördern, damit ich stets besser werde.
    • Meine Motivation ist der Spaß an der Musik und die lustigen momente mit meinem Kollegen auf den Märkten und beim Ritteressen, die verzückten Blicke der Menschen wenn ich Straßenmusik mache und sehe, wie begeistert die Leute von Dudelsackmusik sein können.
      Erst beim ertönen der Sackpfeife äußert sich der wahre Charakter und die einzigartige Seele des Spielmanns. Dabei dringt jeder Ton ins Innerste des Spielers vor und lässt ihn alles vergessen...da ist nur noch das Instrument und er, als würde alles um ih herum nicht existieren. So fühlt es sich an, wenn man Sackpfeife spielt...
    • Meine "allgemeine-ursprüngliche" Motivation mag etwas seltsam klingen: Weniger Zeit vorm Computer zu verbringen.

      Mittlerweile hab ich eine ganz banale Motivation: Ich will besser werden.

      Wenn ich mal wirklich keinen Bock zum Üben habe, habe ich ja noch Hümmelchen, Schäferpfeife, NSP, Säckpipa, Akkoredon und Gitarre. :seufzschild:

      Generell lasse ich mich schnell von Dingen begeistern und wenn ich dann auch noch überzeugt davon bin brauchts dann nicht mehr viel an extra motivation.

      Wo mir allerdings die Motivation fehlt: 7/8 Takt, mein alter Erzfeind. (Obwohl ich viele Stücke in 7/8 extrem geil find.)
      PDH - Preiset das Hümmelchen
      You know, Internet is a dangerous thing with all that sheet music out there...
    • Hoellenpein schrieb:

      Das Foto zeigt mich 1996 mit meinem ersten " Dudelsack " den ich mir begeistert und völlig ahnungslos anschaffte

      Vloki Hinrikhson schrieb:

      Meine Anfänge waren ähnlich wie bei Hoellenpein. Nur wars bei mir ne Early Music Shop Schäferpfeife (Paki)

      Nun, da berichte ich mal auch von meinen Anfängen.
      2005, Oster-(Samstag oder Sonntag, weiß nicht mehr), Freital bei Dresden, Schloss Burgk, "Donner und Doria" spielen nachmittags auf und da hab ich das erste mal den Johannes der Pfeifer mit seiner Güntzel spielen gesehen und gehört. Da hat's mich erwischt... Das Pipe-Lehrbuch von Reinhold Ege in der Bibliothek kopiert, einen pakistanischen Practise chanter gekauft und darauf los probiert. Paki-GHB für drei Tage bei mir gehabt aber dann wieder zurückgegeben weil es überhaupt nicht spielbar war. Darauf folgte 2007 die Bestellung einer Güntzel-Rauschpfeife und der selbstständige Zusammenbau meines ersten Dudelsackes aus Einzelteilen die von anderen gemacht wurden, die Qualität meiner Arbeit war entsprechend... ;) Ich habe immer noch Tonaufnahmen meiner Spielleistung vom Herbst 2007 - Früjahr 2008. :D Der erste Schritt Richtung "Musik machen auf Sackpfeifen" war der GHB-Unterricht, den ich aus gesundheitlichen und finanziellen Gründen aufgeben musste, von dem ich aber heute noch zehre. Dann diverse Bekanntschaften in der Marktszene, Vorbilder, Selbststudium, immer noch Autodidakt mit dringendem Unterrichts-Bedarf.

      Mich treibt vor allem die Liebe zum Sackpfeifenklang selbst, seine Harmonie und Klangeffekte, das hat einfach kein anderes Instrument außer der Sackpfeife. Ich mag alle Sackpfeifen aber der Marktsack ist einfach meins! Es ist der Traum das Ding komplett beherrschen zu können, um die ganzen musikalischen Ideen, die einem im Kopf schwirren, zu verwirklichen. Last but not least - der Anspruch den Marktsack in professionellen Musikkreisen zu etablieren, zu zeigen was er drauf hat, trotz der zahlreichen Vorurteile, das treibt mich oft erst richtig an!!
    • Mir ginge es da ähnlich wie Gregorius,
      bei den Freienfelser Ritterspielen Mai 1996 hörte ich das erste mal bewusst einen Dudelsack. Es war ein fast schon mystisch schöner Mai-Abend unterhalb der Burg. An einem großen lodernden Feuer spielte ein als Teufel verkleideter Sackpfeifer seine Melodien. Das war die Initialzündung bei mir...es war einfach nur ein geiler Moment. Einige Monate später ( nach meinem Paki Sack) lernte ich zum Glück Dieter Güttler kennen, bei dem ich nicht nur einen A-Moll Sack orderte, sondern der mir auch viele Tricks und Kniffe zum spielen desselben beibrachte.

      Der Marktsack ist seitdem für mich der absolute Favorit. Sein einzigartiger Klang fesselt mich nicht nur beim spielen immer wieder, sondern auch die Zuhörer. Selbst nach fast 20 Jahren hat er für mich nichts an Faszination verloren...im Gegenteil! Ich entdecke ihn immer wieder neu. Ein tolles Instrument das einfach nur Spaß macht...
    • Meine größte Motivation ist meine ständige Unzufriedenheit - mit mir selbst.
      Selber sein größter Kritiker zu sein treibt einen an. Und wenn es mal wirklich grandios läuft, muss neues Repertoire ran, knifflige Parts übe ich bis zum Erbrechen stumm, auf einem ollen aussortierten Chanter. Oft von morgens 7:00 (S-Bahn) bis spät um 11 (Büro, Sofa, whatever)

      Der Tag, an dem ich zufrieden mit meinem Dudelsackspiel bin, ist sicher der letzte Tag an dem ich weitergeübt hab. Gut, dass das nie passieren wird ;)

      LG
    • der Herr bin ich wohl ich :D

      und ja ich weiß, sauber ist das nicht gespielt .... zumindest nicht an jeder Stelle
      sollte ein schnelles Video sein ....und dadurch auch viel zu schnell gespielt ...Asche auf mein Haupt ! :)

      beim nächsten mal lass ich mir mehr Zeit...versprochen :/ :thumbup:


      PS: Die Spielpfeife ist wirklich eine SOneranfertigung vom Herrn Fischer....eine der wenigen aus Grenadill... Im selben Stil gibt es nur noch eine weitere. Gewiss noch weitere aus Grenadill aber nicht in diesem Stil, gebaut wurden die vor zig Jahren für die ehemalige Band meines Kollegen Frank Krüger
      :herzschild: