Meine Projekte - Schelmenkopf

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    • Für das Jahr 2022 habe ich mir vorgenommen, mich stärker auf Säckpipor zu konzentrieren.

      Aktuell ist ein zweiborduniges A/D Instrument in Arbeit, wobei der große Bordun in D/E steht und mit einer Verlängerung auch als Bass in A fungieren soll.
      Den großen Bordun würde ich später austauschen, da ich für die Säckpipa eine Kombination aus Kontrabass und Tenorbordun besser finde:





      ( Den Tuning Drone parallel abspielen)


      Vorgesehen wäre, dass das Bordununterteil als Verkürzer dient und der tiefe Bordun keine Umstimmlöcher, dafür aber eine Resonanzkammer aufweist.

      Wie könnte eurer Meinung nach das Äußere, die Bordunanordung und die zugehörigen Stöcke aussehen?
      Oval, kreisrund - flämischer Stil wie bei Mattis, etc.. Naheliegend wäre auch sich am Torupill zu orientieren, vielleicht sogar mit den waagrechten Bordunen auf Kniehöhe?



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    • Gestern habe ich mein erstes Jouhikko zuende gebaut. Auf eine Rosette wurde verzichtet, um den Stimmstock noch nötigenfalls versetzen zu können.
      Der Korpus besteht aus amerikanischem Nussbaum (massiv), Steg und Stimmwirbel aus Hainbuche, Resonanzdecke aus Rotzeder. Da mir eine der Saiten gerissen ist,
      habe ich diese durch eine Tief-E Gitarrensaite ersetzt. Stimmung ist aktuell (von Links nach rechts) D-A-A.
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      Den Plan habe ich hier hochgeladen, es gibt aber einige Dinge die sich als praxisuntauglich herausgestellt haben:

      - Der Steg ist mit den Aussparungen zu instabil und bricht, deshalb sollte man sich auf die 5,0mm Bohrungen und den U-Bogen beschränken

      - Die Resonanzsaiten sind a) von der Position nicht optimal und b) können die Zitherwirbel die Spannung von Gitarrensaiten nicht halten,
      für Resonanzsaiten verwendet man wohl besser Zither/Kantele-Saiten oder die einer Mandoline.

      - Violensaiten sind sehr laut, Violinensaiten würde ich im Nachhinein bevorzugen. Gitarrensaiten klingen aufgrund der großen Drahtdicke
      rauher und weniger angenehm.


      Wenn ich ein zweites Instrument bauen wollen würde, dann würde ich entweder zusätzliche Feinstimmer verbauen oder gleich auf Stimmmechaniken für Gitarren zurückgreifen, da es dass Stimmen ungemein
      erleicthert.

      Außerdem würde ich die Höhe des Steges auf 20mm verringern - der parabelförmige Ausschnitt in der Mitte sollte angepasst werden, die Fläche/Volumen bleibt allerdings gleich.
      Dementsprechend sollten die Wirbel auch tiefer sitzen, damit die Saiten parallel zur Korpusdecke bleiben.


      Eine bessere Lösung für die Resonanzsaiten könnte so aussehen:




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      Neben einigen handwerklichen Fehlern möchte ich noch auf die hässliche Klebestelle unterhalb der Rosette eingehen. Da der Korpusrohling im Inneren teilweise Risse hatte die von außen nicht sichtbar waren,
      habe ich präventiv, hals über Kopf, quer durch den Korpus Kleber aufgetragen um ein Brechen zu vermeiden. Allgemein habe ich ein viel zu geringes Aufmaß gelassen, insbesondere die Saitenwände sind eigentlich viel zu dünn.

      Alles im Allem ist aber mein Eindruck, dass das Instrument ein gutes klangliches Potential aufweist, auch wenn das aktuell schwierig ist, da ich keine Ahnung von einem sauberen Bogenansatz auf einem Streichinstrument, etc. habe.

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      Nachtrag: Die Violensaiten dürften doch die richtige Wahl sein - auch wegen der Dicke - Hauptproblem war wohl, das die Saiten nicht zum jeweiligen Ton passten. Die Saiten waren in der Regel zu dick
      und standen dementsprechend viel zu stark unter Spannung, was das Greifen von Tönen bzw. deren Klang ud Ansprache massiv erschwerte und zu der übermäßigen Lautstärke führte.

      Mit einer versuchshalber geringeren Spannung, verbesserte sich das.


      Nachtrag, 10.04.22:

      Mittlerweile bekomme ich einen Ansatz hin, der klingt. Ich würde bei einer Neubesaitung die Melodiesaite (G) aus einer "d"-Saite einer Viola machen, um mehr Dominanz zu erzielen und
      für die Bordunsaiten - für das (D) eine Violinensaite in "a" und für die Bassaite (A) die tiefste Saite der Violine, das "G". So dürfte sich die Melodie etwas dominanter zum Bordun klingen,
      was klanglich besser sein dürfte.

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    • marktsack.de/community/index.p…ck-de/&pageNo=3#post25417

      Die Mensur für die Säckpipa in Tief A/D ist nun so gut wie fertig, in den nächsten Tagen soll es mit der Mensur in B/E weitergehen.

      Eigentlich war geplant, nach der Säckpipa - die vermutlich bis Mitte September fertig sein dürfte - mit der Kaba Gaida weiterzumachen.
      Da sich aber wie erwähnt herausgestellt hat, dass die vorbereiteten Spielpfeifen zu kurz sind, möchte ich mit andere Projekte fortsetzen,
      damit in der Zwischenzeit das Holz ruhen kann.



      Unter anderem habe ich ein Hümmelchen kopiert und muss dazu noch die Mensuren in C und in Bb anfertigen.

      Da subi das Thema Cylisax vor einiger Zeit angesprochen hat, würde ich außerdem gerne den ein oder anderen Versuch in diese Richtung wagen.
      Theoretisch wäre es damit möglich, eine Hümmelchen-Spielpfeife zu bauen die in die Oktave überbläst und somit als nachbarschaftsfreundliche Alternative
      zur Schäferpfeife bzw. als Ausgangspunkt zur Entwicklung für Practice Chanter dienen könnte.

      marktsack.de/community/index.php?thread/2641-cylisax/



      Da es Sinn macht in diesem Fall eine halbgeschlossene Griffweise zu verwenden, wollte ich fragen - in welcher Tonart würdet ihr euch eine solche Spielpfeife wünschen?
      (Ausgehend vom 6-Fingerton)