Anfängerfragen

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    • Also das mit dem Anblasrohr und den Zähnen:

      Es gibt Hersteller, wie etwa Fischer, bei denen das Mundstück gerade so ausgelegt ist, dass es eine kleine Wulst gibt, die man hinter die Zähne "klemmt". Das geht eigenetlich ganz gut.

      Ausgenommen, Du machst das, was Andreas wohl auch meint: Draufbeißen und mit den Zähnen festhalten. Das wird dann blöd, wie Andreas schon ausführte. Diese Wulst ist nur als kleine Führung gedacht und soll es erleichtern, dass das Anblasrohr bei auch nur gering geöffnetem Mund - etwa beim Luftholen/Ausatmen - aus dem Mund schnippt.

      Insofern kann, um das zerkauen zu vermeiden, vielleicht auch ein Gummi über dem Mundstück des Anblasrohes hilfreich sein. Da kannst Du auch etwas draufrumknabbern, ohne Schaden anzurichten oder Dich zu verkrampfen. Und das entspannt manchmal sogar etwas....
    • Moin und besten Dank nochmal für eure ganzen Ratschläge!

      Ich habe jetzt fleißig geübt und mich beim Druckhalten mal an Spielpfeife und Bordun gleichzeitig gewagt.
      Dazu habe ich zum Bordun stimmen die Methode von Ralph ausprobiert. Laut Christian Dreier soll ich das E als Referenzton nehmen. Das ist jedoch gar nicht so einfach, da das E recht hoch ist und ziemlich dröhnt, wenn man das länger spielt, dann höre ich irgendwie das Wabbeln nicht mehr so richtig ^^ Am besten hört man das beim A oder G, hat dann nur keine Hand mehr für den Bordun frei :D
      Sollte man es tatsächlich mal schaffen, das Wabbeln wegzukriegen, ist es dann für alle Töne komplett weg, oder nur für den Referenzton?

      Ich habe trotzdem versucht, es so einigermaßen zurecht zu stimmen. Leider ist mein Gehör noch nicht so dudelsackmäßig geschult, um zu hören, ob das für das geübte Ohr einigermaßen akzeptabel oder total unerträglich abgestimmt ist. Ich habe mal das aktuelle Fortschrittsvideo hochgeladen...



      Was mir noch aufgefallen ist, manchmal, wenn ich den E-Vorschlag auf einen tiefen Ton, wie A oder G, anwende, kommt danach gelegentlich erstmal kurzzeitig ein höherer Ton (der klingt irgendwie wie "unter Wasser", kann das nicht richtig beschreiben ^^), nach ca. einer halben Sekunde stellt sich dann wieder das normale A bzw. G ein. Kann das auch ein Problem mit meinem (noch nicht so gut ausgeprägten) Spieldruck sein? Die tieferen Töne brauchen einen etwas geringeren Druck, als die höheren, die Ballance gelingt mir noch nicht so richtig. Oder kann das vielleicht daran liegen, dass unbemerkt ein Finger sein Loch nicht richtig abdeckt?

      Ansonsten geht es, denke ich, recht gut voran. Der ausgehende Bordun lag tatsächlich am Spieldruck, mit fortschreitendem Üben passiert das immer seltener. Und das Anblasrohr hält in den Atempausen auch ohne Zähne recht zuverlässig im Mund, somit können Zähne und Anblasrohr vor unnötiger Abnutzung bewahrt werden :)

      Viele Grüße
      Meticus
      Blutiger Anfänger, aber metizinisch gut versorgt. Skål.
      youtube.com/channel/UCXI0G-IlMZ5WrC35wvVSDFw
    • Tach!

      Das von dir beschriebene Phänomen kenne ich tatsächlich bei zu hohem Spieldruck. Was mich ein bisschen umtreibt, ist deine Aussage, dass die tieferen Töne weniger Druck brauchen als die höheren. Nun habe ich noch keinen kleinen Marktsack von Christian Dreier in der Hand gehabt, würde mich aber wundern, wenn das bei diesen Instrumenten normal sein sollte - schließlich ist Christian kein unerfahrener Dudelsackbauer. Woran machst du diese unterschiedlichen Druckerfordernisse denn fest? Reißt sonst der Ton ab oder hast du die einzelnen Töne mit einem Stimmgerät überprüft? Hier kommen wir zum anderen Teil, nämlich dem "Wabbeln". Wenn deine Spielpfeife temperiert gestimmt ist, werden andere Töne als der Grundton nicht hundertprozentig zum Bordun passen und es treten mehr oder weniger hörbare Interferenzen auf. Dann sollte dein Stimmgerät, das mit Sicherheit auf temperierte Stimmung kalibriert ist, bei gleichem Druck immer den "richtigen" Ton anzeigen. Ist deine Spielpfeife jedoch reintönig gestimmt, passt jeder Ton zum Bordunton und man sollte bei gleichem Spieldruck keine Schwebungen hören. Auf dem Stimmgerät wirst du jedoch Abweichungen nach oben oder unten feststellen. Das ist dann kein Fehler!

      Ich denke, du solltest einerseits einen Dudelsackspieler, besser konkret einen Marktsackspieler in deiner Ecke des Landes suchen und dich mit ihm zusammensetzen. Er oder sie wird ggf. im direkten Kontakt besser beurteilen können, wo die Probleme liegen, als es über ein Video möglich ist. Andererseits solltest du mit Christian Kontakt aufnehmen und mit ihm über deine Beobachtungen reden. Er kennt sein Instrument am besten und wird dir zu möglichen Druckunterschieden und auch zur Frage nach temperierter oder reintöniger Stimmung etwas sagen können - und wenn ihr im gemeinsamen Gespräch feststellt, dass tatsächlich etwas am Instrument zu korrigieren ist, ist er sowieso der einzig Richtige.

      LG
      Andreas
      Planung ersetzt den Zufall durch den Irrtum.
    • Die Spielpfeife ist laut Christian eher temperiert gestimmt, da der Sack sowohl in A als auch G spielbar ist (den Bordun kann man umstöpseln).

      Das mit den leicht unterschiedlichen Druckerfordernissen kommt daher, dass es sich irgendwie falsch anhört, wenn ich mit dem gleichen Druck tiefe und hohe Töne spiele, ganz besonders beim Gabelgriff für das F. Das klingt dann irgendwie zu tief. Andererseits ist es natürlich auch möglich, dass ich mir das auch nur einbilde und bei den hohen Tönen unbewusst den Druck absacken lasse und dann wieder zudrücken muss, der gefühlte Druckunterschied ist auch nicht sehr hoch. Oder mein Gehör spinnt, das muss ja auch noch ein bisschen geschult werden :D
      Aber ich dachte, ich hätte das auch schon mal irgendwo im Forum gelesen, das die hohen Töne etwas mehr Druck erfordern.

      Ursprünglich wollte ich mir auch einen Lehrer nehmen, es ist allerdings gar nicht so einfach einen in der Gegend zu finden, der freie Kapazitäten hat. Zudem wäre es etwas schwierig bei mir mit regelmäßigen Terminen. Ich hätte auch gern mal so einen Anfänger-Spielkurs mitgemacht, Christian bietet sowas auch an, aber das ist für mich leider zu weit weg für einen kurzen Trip.
      Daher versuche ich es jetzt vorerst im Selbststudium mit Sackpfeifen-Fibel, Fortschrittsvideos und Marktsack-Forum :) Von Christian habe ich auch schon den ein oder anderen Tipp per Mail bekommen, er hilft immer sehr schnell und kompetent, wenn man eine Frage hat. Aber wie du schon sagst, per Ferndiagnose ist das alles nicht so einfach.
      Vielleicht ergibt sich ja irgendwann mal noch eine günstige Gelegenheit und ein erfahrener Lehrer kann dann meine ganzen selbst beigebrachten Fehler wieder ausbügeln :D
      Blutiger Anfänger, aber metizinisch gut versorgt. Skål.
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