Ich liebäugle (mittel- bis langfristig - also nicht übermorgen) mit der Anschaffung eines Praetorius Bocks, bin mir aber hinsichtlich ein paar Fragen noch unsicher. Daher hoffe ich hier auf die geballte Kompetenz der Dudelgemeinde
Ich weiß aktuell nur von Jürgen Ross, dass er solche Instrumente herstellt. Ich liebe mein Hümmelchen von ihm und würde niemals ein Hümmelchen eines anderen Herstellers spielen, weil ich mit dem Ross-Hümmelchen so glücklich bin, aber einen Bock möchte ich mir von ihm nicht bauen lassen. Das hängt mit den Anforderungen zusammen, die ich an ein solches Instrument habe. Folgendes würde ich mir wünschen:
- Rohrblätter aus Kunststoff. Wichtig für mich ist Zuverlässigkeit. Wenn irgendwas nicht gut klingt, will ich, dass es an mir liegt und nicht am Instrument. Ich will mir über etwaige Verschleißteile keinerlei Gedanken machen müssen. Ich will Rohrblätter nicht einspielen müssen und will nicht, dass sie nach ein paar Monaten blöd klingen (weil ich auch zu dämlich und ungeschickt bin, sie selbst zu wechseln und ich keine Lust habe, das Instrument ständig wegschicken zu müssen). Soweit ich weiß, verbaut Jürgen Ross in den Spielpfeifen nur Schilf.
- Angedacht ist eine Tenor-Spielpfeife, d.h. mit C als tiefstem Ton. Damit sollte ja auch D-Moll (mit sauberem b) und demzufolge auch F-Dur möglich sein.
- Und jetzt kommts: Ich hätte gerne einen Bock mit zwei Bordunen, nämlich in C/D und in F, damit ich auch in F-Dur mit passendem Bordun spielen kann. Alle Böcke, die ich bislang gesehen habe, haben nur einen Bordun. Ist es überhaupt möglich, sowas mit zwei Bordunen zu bauen? Die Bordune müssten natürlich auch umstimmbar und abschaltbar sein (letzteres dürfte durch das Horn am Ende wohl nicht mittels Stöpsel funktionieren).
- Ich hätte gerne Erweiterungsklappen für e und f an der Spielpfeife (analog zu meinem Hümmelchen). Und wichtig wäre mir die barocke Griffweise (einfache Gabel fürs F), damit ich nicht umlernen muss.
All diese Anforderungen entsprechen natürlich nicht im Geringsten dem historischen Praetorius Bock, aber historische Korrektheit interessiert mich hier einen alten Scheiß
Wisst ihr von irgendjemandem, der ein solches Instrument bauen könnte?
Zuletzt noch die Frage nach der Lautstärke: Wie laut ist so ein Bock? Mein Ross-Hümmelchen hat - im Vergleich zu anderen Hümmelchen, die ich bislang gehört habe - schon ordentlich Wumms, ist aber immer noch wohnungstauglich. Wie sieht es bei Böcken aus? Eher Richtung Hümmelchen oder eher Richtung Schäferpfeife oder gar Marktsack?
Vielen Dank für eure Rückmeldungen
Ich weiß aktuell nur von Jürgen Ross, dass er solche Instrumente herstellt. Ich liebe mein Hümmelchen von ihm und würde niemals ein Hümmelchen eines anderen Herstellers spielen, weil ich mit dem Ross-Hümmelchen so glücklich bin, aber einen Bock möchte ich mir von ihm nicht bauen lassen. Das hängt mit den Anforderungen zusammen, die ich an ein solches Instrument habe. Folgendes würde ich mir wünschen:
- Rohrblätter aus Kunststoff. Wichtig für mich ist Zuverlässigkeit. Wenn irgendwas nicht gut klingt, will ich, dass es an mir liegt und nicht am Instrument. Ich will mir über etwaige Verschleißteile keinerlei Gedanken machen müssen. Ich will Rohrblätter nicht einspielen müssen und will nicht, dass sie nach ein paar Monaten blöd klingen (weil ich auch zu dämlich und ungeschickt bin, sie selbst zu wechseln und ich keine Lust habe, das Instrument ständig wegschicken zu müssen). Soweit ich weiß, verbaut Jürgen Ross in den Spielpfeifen nur Schilf.
- Angedacht ist eine Tenor-Spielpfeife, d.h. mit C als tiefstem Ton. Damit sollte ja auch D-Moll (mit sauberem b) und demzufolge auch F-Dur möglich sein.
- Und jetzt kommts: Ich hätte gerne einen Bock mit zwei Bordunen, nämlich in C/D und in F, damit ich auch in F-Dur mit passendem Bordun spielen kann. Alle Böcke, die ich bislang gesehen habe, haben nur einen Bordun. Ist es überhaupt möglich, sowas mit zwei Bordunen zu bauen? Die Bordune müssten natürlich auch umstimmbar und abschaltbar sein (letzteres dürfte durch das Horn am Ende wohl nicht mittels Stöpsel funktionieren).
- Ich hätte gerne Erweiterungsklappen für e und f an der Spielpfeife (analog zu meinem Hümmelchen). Und wichtig wäre mir die barocke Griffweise (einfache Gabel fürs F), damit ich nicht umlernen muss.
All diese Anforderungen entsprechen natürlich nicht im Geringsten dem historischen Praetorius Bock, aber historische Korrektheit interessiert mich hier einen alten Scheiß
Wisst ihr von irgendjemandem, der ein solches Instrument bauen könnte?Zuletzt noch die Frage nach der Lautstärke: Wie laut ist so ein Bock? Mein Ross-Hümmelchen hat - im Vergleich zu anderen Hümmelchen, die ich bislang gehört habe - schon ordentlich Wumms, ist aber immer noch wohnungstauglich. Wie sieht es bei Böcken aus? Eher Richtung Hümmelchen oder eher Richtung Schäferpfeife oder gar Marktsack?
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