Spielpfeife stoppt beim Rappel aufs tiefe G

    • Spielpfeife stoppt beim Rappel aufs tiefe G

      Hi,

      Ich bin neu hier, daher zunächst einmal ein Hallo an alle! Ich komme aus dem Raum Coburg / Bamberg und spiele seit etwa 1.5 Jahren eine Scottish Smallpipe.

      Seit kurzem habe ich auch eine Schäferpfeife in G, mundgeblasen. Dort passiert es mir häufig, daß die Spielpfeife bei Sprüngen von der oberen Hand zum tiefen G abrupt aus geht, insbesondere beim Wechsel E->G.

      Ich vermute zwei Ursachen, falschen Spieldruck und / oder unsaubere Fingerposition bzw. Griffwechsel. Ich kann es leider nicht so ganz festnageln. Ich habe es mit höherem Druck versucht und mit niedrigerem, ohne rechten Erfolg. Vielleicht ist er einfach zu instabil? An den Griffwechseln arbeite ich noch, aber ich konnte hier auch noch keine eindeutige Ursache erkennen.

      Kann es sein, daß die "weiten" Griffwechsel auf Schäferpfeifen generell etwas anspruchsvoller sind, auch beim Druck, als bei konisch gebohrten Säcken Wie einer Smallpipe? Jedenfalls hab ich auf der Schäferpfeife deutlich öfter mal Quietscher oder Stops der Spielpfeife.

      Habt ihr Erfahrung mit solchen Problemen,? Ich habe leider noch keinen Lehrer der mir helfen könnte.

      Viele Grüße
    • Moin Chris,

      andere in diesem Forum sind größere Experten für Schäferpfeifen als ich, aber aus meiner Erfahrung kann ich berichten, dass Sprünge von den hohen auf die tiefsten Töne (aufs G, insbesondere aber auch auf den 7-Finger-Ton, was bei der Schöferpfeife das das F ist) immer etwas heikel sind. Man bekommt das aber ein stückweit durch Üben im den Griff, weil man den im Gefühl dafür bekommt, was das Rohrblatt machen will. Wenn das gar nicht verschwindet, nimm am besten Kontakt mit dem Dudelsackbauer auf, von dem das Instrument ist. Vielleicht hat der einen Tipp, ob man das Blatt etwas stabiler eingestellt bekommt.

      Beste Grüße und gutes Gelingen!
    • Hallo Chris,

      ich kenne solche Probleme auch.
      Normalerweise würde ich sagen, dass du vielleicht etwas mehr Druck geben musst, aber das hast du ja schon ausgeschlossen.

      Vermutlich sind es wirklich die Finger. Beim Rappel vom e aufs g war es bei mir lange der Ringfinger der oberen Hand, der nicht ordentlich schloss. Kontrolliere dich da mal ganz aufmerksam.

      Ansonsten kann ich mich Juesterduester anschließen, mit Zeit und Übung wird es besser. Verglichen mit zylindrischen Dudelsäcken sind Schäferpfeifen schon etwas empfindlicher, wenn man nicht sauber greift oder der Druck nicht passt.

      Grüße aus dem Raum Nürnberg
      Freizeitpfeifer
    • Hallo!

      Den Aussagen meiner Vorredner schließe ich mich an, würde aber die Frage anschließen, ob es ein neu gekauftes oder gebraucht erworbenes Instrument ist. Gerade bei einem schon etwas älteren Teil kann es u. U. auch ein Rohrblattproblem sein. Hatte ich zuletzt bei meiner Branschke-Spielpfeife, was zwar so ungewöhnlich ist, dass auch Mattis es zunächst für unwahrscheinlich hielt, aber es kann halt vorkommen. Daher würde ich mich mit dem Problem auch einmal an den Instrumentenbauer wenden.

      LG
      Andreas
      "Nemo intendit murum construere" - Hadrian
    • Hallo an Alle und danke für Eure Antworten!

      Es hilft mir schon, dass es wohl generell auf der Schäferpfeife etwas hakeliger ist und vielleicht einfach die Übung fehlt. Ich spiele ja auch erst ein Wochen. Ich schaue mir die Fingerpositionen in den nächsten Tagen mal genau an. Die angesprochenen Schwierigkeiten mit dem tiefen F habe ich auch, da lande ich immer eine Oktave zu hoch wenn ich nicht einen Finger der Unteren Hand kurzzeitig bei Wechsel hebe.

      Die Schäferpfeife ist neu, von Thorsten Tetz. Ich bin erstmal nicht von Problemen mit dem Instrument ausgegangen.
    • Hallo,

      meine Haupt-Schäferpfeife ist ebenfalls von Tetz.

      Prinzipiell muss man anmerken, dass jede Schäferpfeife, abgesehen vom Rappel von hoch G, alle Rappels auf tief G können sollte.
      Rappel von hoch G kommend ist da heikler, und das ist stark vom Rohrblatt abhängig.
      Als nächstes ist der Rappel von D auf tief G bei vielen (vor allem älteren) Instrumenten auch heikel.

      Es stimmt, dass Schäferpfeifen mehr Feingefühl beim spielen benötigen als zb die scottish smallpipes, was daran liegt, dass die Instrumente dafür gebaut werden, überblasen und viele Halbtöne spielen zu können.
      (Meine Tetz ist zb Vollchromatisch, auch das hohe as'' geht wunderbar einfach. Ebenfalls der Rappel von hoch G. )

      Der heikelste Ton ist aber tatsächlich das tiefe F bei vielen Instrumenten. Bei Tetz Schäferpfeifen wird normalerweise der selbe Spieldruck wie für den Rest benötigt. Wenn das klappt, liegts eigentlich immer an den Fingern.
      Es gibt leider viele Instrumente, bei welchen man für das F unten Druck wegnehmen muss. Ich hasse das. ;)


      Wenn die Probleme leider doch am Instrument liegen, dann muss man bei den höheren Sprüngen kurze Zwischentöne einbauen. Oder den Instrumentenbauer so lange belagern, bis er es korrigiert hat. ;)
      PDH - Preiset das Hümmelchen
      You know, Internet is a dangerous thing with all that sheet music out there...
    • Um den vielen bereits sehr richtigen Anmerkungen noch einen Tipp hinzuzufügen: Versuch mal ganz langsam die krischen Sprünge zu üben. Wirklich auf Anfänger-Geschwindigkeit. Man tendiert immer dazu, viel zu schnell üben zu wollen, insbesondere, wenn man schon Erfahrung auf anderen Säcken hat. Hier kann es aber helfen, die ganzen verschiedenen Sprünge von den hohen Tönen auf das G und das F ganz langsam zu üben und das bei jedem Einspielen zu wiederholen. Dabei solltest Du auf das saubere gemeinsame Bewegen und Decken der Finger achten und den Druck ganz bewusst wahrnehme. Mir selbst geht es immer so, dass ich durch zu viel Hümmelchen Spielen etwas faul mit der Technik werde und mir dann bei den lauten Säcken, die keine Fehler verzeihen, am Riemen reißen. Da helfen bewusste Fingerübungen vor jedem Spielen.
    • Hi,

      @subi , das tief F kann ich von eigentlich den meisten Tönen bei gleichem spieldruck anspielen. Das klappt gut. Nur von Tönen um hoch G ist es echt schwierig. Ich baue da aktuell eine Anschlags rote mit ein.

      Von der unteren Hand aus hatte ich anfangs auch einige Quietscher dabei, aber das habe ich immer besser im Griff. Ich habe recht kleine Hände und muss die Finger der unteren Hand ganz schön Strecken. Es wird besser, aber ich vermute, dass meine Finger im Laufe des Spiels leider etwas wandern und dann oftmals schlecht schließen, insbesondere wenn ich mich auf die obere Hand konzentriere.

      @Juesterduester ich hoffe geschwindigkeit ist nicht mein Problem. Ich übe wirklich im Schneckentempo und mach fast 50% Finger Übungen, inkl slow motion Bewegung wenn ich etwas partout nicht hinbekomme. Aber ich steigerte oft in zu grossen Schritten das Tempo. Dann bricht es oft zusammen.

      Ich habe mir das mit den Rapells auch die letzten Tage genau angesehen und ich denke, es ist tatsächlich der Ringfinger, der etwas zu weit oben landet und zusätzlich auch mit dem Gelenk auf dem Loch zum liegen kommt. Dann schliesst es nicht gut.