Thomas Rezanka

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    • Thomas Rezanka

      Hallo alle. Es gibt zwar schon einen Thread für Thomas Rezanka, allerdings unter "Schäferpfeife" und ich lege hier mal einen neuen unter "Andere Dudelsäcke" an, weil es hier explizit um mein neues Hümmelchen gehen soll. Ich möchte in diesem Thread hier zweierlei: Einerseits möchte ich von meinem neuen Instrument berichten, andererseits aber auch von meinen Erfahrungen mit Thomas Rezanka als Hersteller und kontrastierend dazu auch mit meinen Erfahrungen mit anderen Herstellern. Ich möchte hier gerne eine Diskussion lostreten darüber, wie das Verhältnis Kunde/Hersteller sein sollte und de facto ist.

      Zuerst zu meinem neuen Instrument: Ich hatte ja hier beschrieben, was ich für ein Instrument suche, also welche Möglichkeiten es haben sollte und nach möglichen Lösungsansätzen gefragt, weil es eben kein Instrument von der Stange sein sollte, sondern ein Instrument, das nach meinen Vorstellungen gebaut werden sollte. Nun ist es soweit und ich halte dieses Instrument in den Händen, bin schwerstens begeistert und unfassbar glücklich damit Gebaut hat es Thomas Rezanka, mit dem ich schon bei der Überarbeitung meiner Alt-Spielpfeife sehr gute Erfahrungen gemacht habe.

      Zu meinem Instrument: Es ist ein vierborduniges Tenorhümmelchen mit Bordunen in C/D (Großbass), F/G (Bass), c/d (Tenor) und f/g/a (alt). Bestellt habe ich das Instrument Ende November bei Thomas, nachdem wir zunächst einige Mails geschrieben und abschließend die letzten Fragen telefonisch geklärt haben. Thomas, und das möchte ich hier noch einmal betonen, ist ein unglaublich netter Mensch. Und er ist nicht nur nett, weil er was verkaufen möchte, sondern weil er liebt, was er tut und weil er auch seine Kunden schätzt. Das merkt man. Zum Beratungsprozess bei Thomas und anderen Herstellern gehts aber unten weiter. Dieses Instrument erfüllt nun alle Wünsche und Kriterien, die ich hatte und ich bin sehr glücklich damit. Hergestellt ist es aus Zwetschgenholz mit Zierringen aus Grenadill und Ahorn und rotem Sack. Und (und das war mir wichtig): Die Spielpfeife hat zwei Klappen nach oben für den erweiterten Tonumfang. Die Griffweise ist barock (wie ich es mir gewünscht habe) und für das h/bb gibt es kein Doppelloch, sondern das bb wird mit einem Gabelgriff gegriffen - ebenfalls, wie ich es mir gewünscht habe. Kurz: Es ist genau das Instrument, das ich mir gewünscht habe. Es ist sehr sauber verarbeitet und klingt absolut atemberaubend. Mit der Mensur habe ich aktuell noch ein paar Probleme (vor allem mit dem tiefen c), aber das wird sich sicherlich mit Übung beheben lassen.

      Bis ich dieses Instrument in den Händen halten durfte, war es allerdings ein weiter Weg und ich dachte schon, dass das nie klappen wird. Thomas war der letzte Instrumentenbauer, den ich diesbezüglich kontaktiert habe. Und zwar aus dem einfachen Grund, dass er keine Hümmelchen in Tenorlage auf seiner Website hat. Ich hatte also keine Hoffnung, dass er solche Instrumente überhaupt baut oder bauen kann, weil sie augenscheinlich nicht Teil seines Portfolios sind. Aber: Nachfragen kostet nichts - im Gegenteil. Vorher habe ich drei andere Hersteller kontaktiert (Namen nenne ich keine, weil ich niemanden an den Karren fahren will, sondern es mir um prinzipielle Dinge geht). Ich habe immer dieselbe Anfrage verschickt, nämlich mit meinen Wünschen zum Instrument und der Frage, ob sie solch ein Instrument für mich fertigen wollen.

      Hersteller 1: "Joar, kann ich schon machen. Aber Klappen verbaue ich aus Prinzip nicht. Daher nur ohne Klappen."
      Hersteller 2: "Was willst du denn mit Klappen? Damit kann man doch gar nicht vernünftig spielen. Wenn die so weit weg sind, weil die Mensur zu lang ist, kommst du ja gar nicht hinterher. Tief-C-Bordune baue ich keine, denn die sind so tief und so lang, die würde man gar nicht hören. Und eigentlich brauchst du das auch alles gar nicht."
      Hersteller 3: Ich bekam nach einem Tag ein Angebot für ein solches Instrument, wo der Preis allerdings so absurd hoch war, dass ich nur noch mit dem Kopf schütteln konnte. Ich lehne mich ganz weit aus dem Fenster und behaupte, dass man mich mit dem hohen Preis abschrecken wollte, zu ordern. Dass man also eigentlich keinen Bock hatte, das Instrument zu bauen.

      Und dann fragte ich bei Thomas an und seine Antwort war großartig und ich fasse einfach mal zusammen: Die Bordunkombination ist kein Problem (ich konnte sogar aussuchen, ob ich Bordunverkürzer wollte - wollte ich nicht). Tenorspielpfeifen stelle ich auch her, bislang allerdings ohne Klappen. Hier müsste ich erstmal experimentieren und die Klappen auch extra händisch anfertigen, aber auch das mache ich gern.

      Also habe ich bestellt.

      Zwischenzeitlich gab es dann auch Probleme, über die Thomas mich informiert hat. Wir haben dann gesprochen und Lösungen gefunden und nun habe ich trotzdem genau das Instrument, das ich wollte - und zwar ohne Abstriche. Thomas war der einzige Instrumentenbauer, bei dem ich mich als Kunde mit meinen Wünschen und Vorstellungen ernstgenommen gefühlt habe. Er hat nicht gefragt "was willst du denn damit?", sondern er hat sich bemüht, meine Wünsche umzusetzen. Bei Hersteller 2 kam ich dann in die unangenehme Situation, dass ich mich für meine Wünsche/Vorstellungen rechtfertigen musste. Ich musste erklären, warum ich dieses und jenes will und fühlte mich auch so ein Stück weit von oben herab behandelt. Sowas habe man ja noch nie gebaut und sowas mache man auch nicht, weil das ja auch totaler Quatsch sei.

      Daher jetzt meine Frage: Habe ich denn als Kunde nicht das Recht, dass sich der Hersteller bemüht, meinen Wünschen nachzukommen, auch wenn es sich eben nicht um Standard-Instrumente handelt? Wie ist generell das Verhältnis Hersteller-Kunde? Verstehen sich manche Hersteller als Künstler, an deren Kunst man nichts aussetzen darf und an der man auch keine Änderungen zu wünschen hat? Sind sie das? Oder sind sie letztlich Dienstleister, die kundenorientiert arbeiten und versuchen sollten, die Kundenwünsche bestmöglich zu erfüllen?

      Ich arbeite in einer Agentur, bin also auch im Dienstleistungssektor tätig und ich arbeite kundenorientiert. Wir schlagen dem Kunden vor, was wir empfehlen würden und wenn der Kunde ablehnt und anders will, dann machen wir es anders. Es geht nicht darum, umzusetzen, was wir wollen und was wir für richtig halten, sondern wir wollen, dass der Kunde zufrieden ist. Und genau diese Haltung habe ich eigentlich auch von Instrumentenbauern erwartet. Aber nur Thomas ist dieser Erwartung nachgekommen. Er hat sich mit großem Engagement bemüht, meine Wünsche und Vorstellungen umzusetzen und dafür bin ich ihm sehr, sehr dankbar :herzschild:
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    • Hey Blooddigger,

      erstmal Gratualtion zu deinem neuen Instrument! Ist ein geiles Gerät und hoffe, dass Du viel Spaß damit haben wirst!!
      Und die Wartezeit war offensichtlich auch sehr moderat!!
      Ich finde das Thema sehr spannend. Der Dudelvirus hat mich hart erwischt und beschäftige mich derzeit stark mit dem Dudelsack Universum.
      Da war ich schon etwas erstaunt, wie so der Umgang zwischen Dudelbauer und Käufer so sein kann.
      Es gibt bei vielen Dudelspielern fast schon einen religiösen Fantismus, welcher Bauer der beste ist. Es scheint auch oft so zu sein, dass man dem Bauer nicht viele Vorgaben macht, da er es ja am besten weiß und der Meister soll sich voll entfalten....oder so ähnlich...
      Ich finde das eher suspekt! Ich bin der Kunde und zahle viel Geld für mein Instrument. Das ist auch vollkommen gerechtfertig (meistens), das Material kostet Geld, die Arbeitszeit muss bezahlt werden, Werksatt kostet Geld, Energie etc. und irgendwie muss man auch von seiner Arbeit leben. Relativ zu anderen Instrumenten gesehen, sind Dudelpreise auch eher überschaubar.
      Aber wenn ich so viel Kohle zahle, dann hab ich auch Wünsche und ich möchte das die berücksichitgt werden. Ich sehe das auch so, dass der Bauer ein Dienstleister ist und es ist sein Job, die Wünsche seiner Kunden zu "erfüllen". Es geht nich darum, dass er das Instrument so baut wie er es haben will, es geht darum, Kunden zufrieden zu stellen!
      Ja, das Ganze muss er mit seinem Namen vertreten können, technisch muss das alles gut funktionieren. Wenn man total bekloppte Wünsche hat, die technisch nicht sinnvoll oder gar umsetzbar sind, ist es schon die Aufgabe vom Profi beratend einzuwirken. Aber etwas nicht zu machen, weil man es selber so nicht brauchen würde oder es schick findet, sorry, da hat man ein zu fettes Ego und will anderen seinen Willen aufdrücken....eigentlich hat man da seinen Job verfehlt!
      Tja, sind das Künstler....ich weiß ja nicht! Irgendwie macht einen Bauer auch sein Desing und seine Art des Bauens aus. Aber partou Dinge nicht bauen zu wollen, weil man das selber nicht schick genug findet....eigentlich sind das Handwerker und keine Desinger oder Künstler. Manch einer wirbt mit seinem "Design", aber so richitg geil find ich das selten. Und dann finde ich es um so schwieriger Anfragen nach anderem "Design" grundsätzlich abzulehnen.
      Also nein, ich sehe Dudelbauer nicht als Künstler an und sie sind Dienstleiter, die auch auf Wünsche von Ihren Kunden eingehen müssen. Die fachliche Beratung ist richitg und wichitg, aber vermeintlich ungewöhnliche Fragen gundsätzlich abuzlehnen finde ich nicht OK.
      Wenn sich ein Bauer auf gewisse Instrument und Arbeitsweisen spezalisiert hat und das so mitteilt, ist das Ok und eine Ansage. Mich aber für meine Vorstellungen rechtfertigen zu müssen...nee danke, dann gehe ich halt wo anders hin. Gemeinsam etwas zu erarbeiten ist cool, aber rechtfertigen will ich mich sicher nicht und schon gar nicht, wenn ich dafür noch viel Geld zahlen muss!

      Ach und das mit den "religiösen Fanatismus": Vielleicht nur mein Spleen, da ich Personenkult grundätzlich merkwürdig finde.
      Allerdings scheint so eine offen kommunizierte "Verehrung" manch einem Bauer nicht ganz gut getan zu haben, nur so kann ich mir erklären, warum man Dinge ablehnt, weil ist doof und alle anderen sind ja auch zufrieden. Also friss oder stirb..auch hier: dann gehe ich halt wo anders hin. Das kann man sich eigentlich nicht mehr leisten, da der Dudelnachwuchs stark abnimmt!
      Nun ja, es sind ja offensichtlich nicht alle so und gut zu wissen, wen man auch mit besonderen Ideen anfragen kann!

      In diesem Sinne, viel Spaß mit deinem Tenor-Hümmelchen und wir wissen wo wir solch leiwande Instrumente bekommen! :thumbsup:
    • Es gibt natürlich Dinge, die man bedenken muss (und die ich teilweise auch nachvollziehen kann). Wenn es sich bspw. um eine Neuentwicklung handelt (wie bei meiner Spielpfeife - Chromatik, Klappen etc.), steht da teilweise ein enormer Entwicklungsaufwand dahinter. Und dass es den nicht zum Standardpreis gibt, ist mir auch bewusst und ich habe auch überhaupt nichts dagegen, wenn man diesen Aufwand in irgendeiner Form einpreist. Damit bin ich völlig fein.

      Was mir halt sauer aufstößt, ist die pauschale Antwort: Nö, mach ich nicht und dass ich mich als Kunde dann erklären muss, warum ich dieses und jenes haben möchte, ich also in eine Ecke gedrängt wäre. Zumal: Ich bin zwar kein Dudelsackbauer, aber ich WEIß einfach, dass es technisch machbar ist. Und wenn man mich dann abfertigt mit "Nö, mach ich nicht." "Nö, geht nicht." dann stößt mir das sauer auf. Mir fehlt da ein Stückweit die Leidenschaft oder der intrinsische Antrieb zu sagen: "Ja, ich gehe das jetzt an." Eben so, wie es Thomas gemacht hat.

      Mir ist auch bewusst, dass sich manche Hersteller wahrscheinlich jeden Tag irgendwelchen Unsinn anhören müssen (Ich will zu jedem Ton auf meiner Spielpfeife den passenden Bordun, aber bitte oktaviert - also bitteschön 20 Bordune) und dass man da dann als Hersteller - zum Schutz der Kunden - auf sie einwirken muss, verstehe ich auch. Aber ich denke, dass meine Wünsche/Anforderungen jetzt auch nicht sooooo abgefahren und außergewöhnlich sind/waren und dass ich auch das Recht habe, mir Dinge zu wünschen, die eben nicht von der Stange sind.
    • Hinterfragen kann man viel. Man kann auch wohlwollend beratend sein, ohne dass es herablassend wirkt. Man könnte ja sagen: "Okay, wir können das schon so machen, aber dann musst du mit diesen und jenen Problemen rechnen." Also dass das System dann möglicherweise instabil ist oder sonstwas. Und mir dann die Entscheidung überlassen, ob ich diese Probleme in Kauf nehme oder nicht. Man könnte auch Alternativen anbieten, die meinen Vorstellungen nahekommen und einen Kompromiss vorschlagen. Aber mir - als Kunden - zu erklären, dass meine Vorstellungen Unsinn sind, halte ich schon für anmaßend, egal ob professioneller Instrumentenbauer oder nicht. Ich möchte mich als Kunde ernstgenommen fühlen und mich nicht rechtfertigen müssen.
    • Es kommt darauf an. Aber ich denke, wenn er mich darüber aufklärt und ich mich als mündiger Mensch dann trotzdem bewusst dafür entscheide, ja. Warum nicht?

      Noch eine Anekdote zu mir (damit hier nicht der Eindruck entsteht, ich sei beratungsresistent): Als ich vor einigen Jahren mein Sopran-Hümmelchen bei Jürgen Ross in Auftrag gegeben habe, hatte ich auch einige Wünsche, die sich so nicht haben realisieren lassen. Es gab sehr viele Mails, sehr viele Erklärungen und auch dementsprechende Kompromissvorschläge, mit denen ich gut leben konnte. Ich habe mich überzeugen lassen und sage heute, dass diese Entscheidung richtig war, denn ich bin jetzt - nach einigen Jahren - immer noch sehr glücklich mit diesem Instrument und würde es nicht anders haben wollen. Und das betrifft sowohl die Optik als auch die Intonation. Ich höre also durchaus zu und höre auf die Ratschläge von Fachleuten :)
    • Hallo zusammen,

      nun der Ton macht die Musik! Und in jedem Fall sollte ein Bauer schon die Motivation haben, mit den Wünschen und Vorstellungen seines Kunden umzugehen d.h. wenn Vorstellungen kommen, die nicht umsetzbar sind, kann und soll man darauf hinweisen, dass es so nicht geht. Aber der Bauer sollte schon auch Ideen und Vorschläge haben, wie es gehen könnte.
      Wie man mit seinen Kunden umgeht, ist manchal auch so ein Thema.....aber es gibt auch grundsätzlich nette und aufgeschlossene Bauer.

      Nun und offensichtlich gibt es viel weniger Dudelnachwuchs. Das hab ich jetzt schon oft gelesen und gesagt bekommen. Wer weiß wie sich da in einigen Jahren die Auftraglagen so entwickeln und ob da der ein oder andere Bauer nicht doch etwas anders agieren muss. Aber kommt zeit kommt gedudel.... ;)
    • Hallo Blooddigger,

      ohne jetzt die anderen Kommentare zu lesen.

      Thomas ist ein sehr netter, hilfsbereiter Tüftler mit einem Hang alles zu reparieren/spielbereit zu machen, was auch nur Ansatzweise mit Dudelsack zu tun hat. Daher hat er wohl auch eine ernorme Fachkenntniss gesammelt.
      Daher empfehle ich ihn auch sehr gerne, wenn es um kauf sowie um reparatur geht!

      Neben seinen auf der Website aufgeführten Instrumenten, baut er auch Instrumente die eher untypisch sind.

      Dazu zählen nachbauten von historischen Instrumeten.

      Ein Beispiel. Das Dreibrümmchen in G. Jörg hats bestellt, Thomas hats entwickelt/gebaut. Ich kenne nun mindestens 4 Leute (einschließlich mir) die ein solches haben. Teilweise Unterschiedlich in der Ausführung, je nach Kundenwunsch.

      Oder ein ganz junges Beispiel: Die alt-österreichische Sackpfeife. Mein ex Lehrer hat so ein Instrument nach seinen Wünschen bestellt.
      Der Christian (also ich) hat das Ding angespielt, ein Foto via Whatsapp an Thomas geschickt und damit eine Bestellung getätigt.
      Ich hatte dieses Instrument bereits in CZ bei einem Festival im Einsatz, hab es aber auch schon ab und an bei kleineren Konzerten hier in der Steiermark in verwendung gehabt.

      Zugegeben, Thomas nennt das Instrument "Fantasy Dudelsack". Die einzige Diskrepanz :D
      Zugegeben die zweite: Es ist vermutlich eine Mischung aus Dreibrümmchen und Säckpipa... aber irgendwo sind sich alle Dudelsäcke artverwant.


      Gut zu wissen, dass er nun Tenor-Hümmelchen Pfeifen hat. Ich habe zwar eine von Dreier, aber Klappen wären hilfreich. Und ein Doppelloch für ein Es wäre auch ein Traum.
      Aber... ich muss erstmal einhalt Gewähren mit dem Instrumentenkauf.. :D
      PDH - Preiset das Hümmelchen
      You know, Internet is a dangerous thing with all that sheet music out there...
    • Aaaah, verstehe. Egal, was mein Gegenüber sagt und wie mein Gegenüber es sagt, das Problem liegt grundsätzlich bei mir. Dass ich da nicht von selbst drauf gekommen bin. Danke für den Hinweis.

      Tut mir leid, aber damit machst du es dir zu einfach. Einfach immer die Verantwortung an den dummen Kunden abzuschieben, der eh keine Ahnung hat und einfach zu dumm ist, alles zu verstehen und der sich dann erlaubt, ein paar gut gemeinte, ordentliche Rüffel (die eigentlich nur die Genialität des Instrumentenbauers unterstreichen sollen) misszuverstehen, ist meiner Einschätzung nach einfach nicht kundenorientiert.
    • Zitiere bitte genau wo ich Dich als dumm bezeichnet habe. Das zu finden sollte Dich etwas beschäftigen.

      ich habe lediglich versucht Einsicht zu fördern, bei Dir anscheinend zu viel verlangt. Das was ich sagte hat mit Thomas ja nichts zu tun.

      Kritikfähigkeit scheint nicht Deine Stärke zu sein.
      Klaus Stecker Sackpfeife Modell 2
      Matthias Branschke Schäferpfeife Schulmodel
      Bodo Schulz Markthummel und mittelalterliche Schäferpfeife offen
      Christian Dreier kleine Rauschpfeife
    • Lieber Blooddigger,

      ich kann deine Meinung nachvollziehen, teile sie aber nicht vollständig. Die einzelnen Dudelsackbauer mögen ihre eigenen Gründe für eine Ablehnung haben - Entwicklungsaufwand, den man nicht betreiben möchte oder kann, egal, mit wieviel Geld man beworfen wird, schlechte Erfahrungen mit - aus persönlicher Sicht - experimentellen Neubauten, die Befürchtung, dass das Instrument hinterher nicht die Qualtiät hat, die man sonst baut und dass dies von Dritten als Zeichen insgesamt mangelnder Qualität gewertet würde ("von DEM ist das? Um Gottes Willen..."). Zumindest letzteres hat mir ein Dudelsackbauer selbst schon gesagt. Es kann, muss aber nicht immer mangelnde Kundenfreundlichkeit oder Stieseligkeit sein. Vielleicht passt der Kundenwunsch einfach nicht ins Portfolio. Dass es jetzt mit, bei und für Thomas gepasst hat (deine Meinung zu ihm teile ich im Übrigen vollumfänglich), ist natürlich wunderbar. Glückwunsch dazu!

      @Heiligsblechle: Ich habe überlegt, zu fragen, ob es nötig ist, gleich so unfreundlich, persönlich verletzend und ausfallend zu werden, befürchte aber, dass diese Frage nicht von allen als rethorisch verstanden werden könnte. Bisher herrschte in diesem Forum fast immer ein freundlicher und respektvoller Ton. Ich würde mir wünschen, dass sich dies nicht ändert.

      LG
      Andreas
      "Nemo intendit murum construere" - Hadrian
    • Wenn du das als persönlich verletzend empfinden möchtest steht dir das zu. Ich habe mich auf einen konkreten Sachverhalt bezogen den er selbst öffentlich gemacht hat. Darüber hinaus habe ich keine wertende Aussage über ihn getroffen.
      Klaus Stecker Sackpfeife Modell 2
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      Bodo Schulz Markthummel und mittelalterliche Schäferpfeife offen
      Christian Dreier kleine Rauschpfeife
    • @Andreas Vielen Dank für deinen Input. Ich gebe dir absolut Recht bei dem, was du sagst. Wenn ein Hersteller mir genau diese Begründung geliefert hätte, hätte ich sie wahrscheinlich (zähneknirschend) akzeptiert und hätte mich nicht weiter darüber echauffiert. Gerade "passt nicht ins Portfolio" ist ein Argument. Oder auch "Ich kann das theoretisch schon bauen, weiß aber nicht, ob das auf Dauer funktioniert und kann dafür nicht mit meinem Namen stehen" ist absolut legitim. Beides verstehe ich und kann beides komplett nachvollziehen. Mir ging es auch nicht per se um die Ablehnung, sondern um die Begründung dessen. Würde ich bspw. zu Mattis gehen und ein Hümmelchen bei ihm ordern wollen, hätte ich auch kein Recht dazu, mich über eine Ablehnung aufzuregen, weil Hümmelchen eben nicht zu seinem Portfolio gehören - egal, ob ich denke, dass er das trotzdem bauen kann.

      @Heiligsblechle Du siehst also, dass dein Umgangston hier auch anderen sauer aufstößt und ich scheinbar doch kein Ego-Problem habe. Ja, ich habe diesen Sachverhalt hier öffentlich gemacht und wollte eine Debatte anstoßen. Dabei habe ich allerdings keine Namen genannt, weil ich das als absolut nicht zielführend betrachte. Es ging mir nicht darum, einzelne Hersteller mit Dreck zu bewerfen, sondern einzig ums Prinzip. Ich habe hier meine Erfahrungen geschildert (wozu ein Forum ja auch da ist) und wollte darüber diskutieren. Die beiden Namen (Thomas Rezanka sind Jürgen Ross), die ich hier genannt habe, habe ich ausschließlich positiv hervorgehoben. Alle anderen Hersteller habe ich nicht namentlich genannt.

      Wie @der_strolch schon geschrieben hat: Es gibt diesen fast schon religiösen Fanatismus in Bezug auf "seinen" Instrumentenbauer. Und jeder kann und soll mit seinem Instrument und dessen Hersteller so glücklich sein, wie er will. Daher ging es mir hier auch nicht darum, Instrumentenbauer schlecht zu machen, sondern tatsächlich allein ums Prinzip.
    • @Heiligsblechle
      Tja, das ist ein hervorragendes Besipiel für Der Ton macht die Musik und Ablehung!
      Du kannst ja eine andere Meinung vertreten, dass ist vollkommen in Ordnung. Aber wie man in so einen Dialog reingeht und ihn führt ist nochmal etwas anderes.
      Welche Argumente bringt man ein und wie ist die Umgangsform? Fühlt sich eine der beteiligten Parteien ungerecht behandelt oder zu hart angegangen, dann ist bei Kommunikation etwas schlecht gelaufen!

      So, das ganze gilt ebenfalls für die Bauer, eigentlich noch mehr, da sie Dienstleister sind und von den Aufträgen der Kunden leben. Und somit auch von einer guten Kommunikation und ich nenne es mal Geschäftsgebaren. Da gibt es durchaus ein paar Vertreter die Defiziete in diesen Punkten aufweisen.
      Bei manchen ist das sogar relativ bekannt, hab ich auch schon mitbekommen(auch live). Da kann ich dann auch nur dem Kopf schütteln und weitergehen....Das will auch schon was heißen, denn so lange bin ich im Dudelkosmos noch nicht unterwegs! Auch finde ich manche Praxis der "Bestellverwaltung" eher suspekt....offenbar scheint manches aber so Usus zu sein.
      Damit meine ich auch nicht eine gewisse Kauzigkeit, das bringt dieses speizielle Handwerk und die Hangabe dafür vermutlich einfach mit sich....aber ich brauche das jetzt nich mehr weiter auszuführen, eigentlich wurde das Wichtigste auch schon genannt.

      Allerdings ich finde es spanndend zu sehen, dass scheinbar aus Prinzip dagegen gehalten wird? Nur um aus Prinzip die Gegenmeinung einzunehmen oder weil man grundsätzlich und aus Prinzip alles als gut findet was ein (oder alle) Bauer so machen??
      Ich bin kein Fanboy und sehe das pragmatsich! Es gibt nette und gute Bauer, die meisten haben Ihr Steckenpferd d.h. will ich das Eine, gehe ich zu Bauer A, will ich das Andere, gehe ich zu Bauer B und finde ich den einen oder anderen doof, gehe ich zu Bauer C. Ich heirate die ja nicht!
      Und Service setze ich grundsätzlich vorraus, aber auch dafür zahle ich am Ende auch!
      Btw. natürlich gilt das mit der Kommunikation auch für mich, den Kunden!

      Also, das mit der Diskusion anstoßen, hat doch gut geklappt! ;)

      Um auch noch den Bogen zum Thomas Rezanka zu bekommen:
      Er scheint ein netter und vernünftiger Mensch und Dudelbauer zu sein, der sich auch Themen annimmt, an denen er erstmal tüfteln muss! Gut zu wissen!! :thumbsup:
    • Ich könnte mir vorstellen, dass wenn sich das mit der Tenorspielpfeife rumspricht, dann hier bei uns bald so einige damit aufwarten können.
      Ich traue mich waghalsig zu behaupten. Dass jedes "neue" Hümmelchen welches ich in letzter Zeit auf Kursen, im Ensemble oder allgemein gesehen habe, eines aus der Werkstatt von Thomas ist.
      Auch ich habe ein Instrument von ihm, vermutlich die Nummer 1 nach dem Prototypen. Spiele aber vorwiegend mein Widhalm. Zumal mein Olivchen auch an eine Freundin verliehen ist welche es ständig spielt.


      Ich habe mir mittlerweile das gezedere hier durchgelesen und da halte ich mich raus. Ist sowieso unnötig und kostet nur Energie.
      Meine Hauptschäferpfeife ist ein Tetz Instrument. Einfach aus dem Grund, weil es genau all die Features hat, die ich haben wollte. Rogge hätte diese ähnlich ausführen können, wenn ich es richtig sehe. Konnte aber niemanden bzgl. G Instrumenten von ihm befragen. Auch da gab es ein Thema, weil ich eine Zusätzliche Spielpfeife von jemand anderem zusätzlich im Sack verwenden wollte. Daher musste Thorsten die Buchse anders Dimensionieren als für ihn üblich, weil der andere nicht wollte/konnte.

      Im Endeffekt funktioniert es wunderbar und der Kommunikationsaufwand meiner Wünsche hielt sich auch in Grenzen.


      Meine Hümmelchen Säcke sind im übrigen auch alle untereinander Kompatibel, obwohl sie von 3 verschiedenen Herstellern sind.

      Ich kann alle meine Hümmelchen Pfeifen (um die 8-9, ohne die selbst gebauten) in allen 3 Säcken verwenden und sogar die Bordune untereinander tauschen, wenn ich möchte.
      (exkl. mein Lehrgeldhümmelchen... das hat irgend ein Schüler vom Kons und hab ich abgeschrieben :D)

      Ich denke mal, mit den meisten Leuten kann man reden. Und wenn nicht, kann man kompromisse eingehen, muss man aber nicht.
      PDH - Preiset das Hümmelchen
      You know, Internet is a dangerous thing with all that sheet music out there...
    • Thomas hatte mir übrigens auch noch einen Adapter angefertigt, mit dem ich auch die Ross'schen Spielpfeifen in seinem Tenorhümmelchen nutzen kann. Kompatibilität ist also zumindest in eine Richtung gegeben.

      Fun fact am Rande: Eigentlich wollte ich mich ja von meiner überarbeiteten Alt-Spielpfeife trennen, weil ich dachte, dass mir eine hohe (Sopran) und eine tiefe (Tenor) Spielpfeife reichen würde. Jetzt habe ich festgestellt: Nein, das reicht nicht und ich brauche unbedingt noch eine Spielpfeife "in der Mitte" :D Daher behalte ich sie, zumal ich sie nun in beiden Instrumenten nutzen kann.