Ich wollte nur mal sagen, dass...

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    • Lieber Gregorius, hier spricht ein Mitglied der KRT-Quadrillenband :-). Ich bin sehr erfreut, das zu lesen, was Du über unsere Musik schreibst.


      Ich wünsche mir auch mehr Musik in diesem Stil. Vielleicht sollte ich noch sagen, daß ich Zirp und Bal la – beide aus Deutschland – großartig finde und mir wünschen würde, jemand (außer mir, ich mache schon genug) lädt sie mal nach Berlin oder irgendwo anders in der Nähe hier ein („Nähe“ ist bei mir weiter gefaßt, so 2 h würde ich schon fahren...)


      Ein paar Worte in Sachen CD und Videos: Ich habe unter meinem Gästebett noch ca. 700 CDs von alten Projekten von mir, weswegen sich meine Lust, neue CDs zu produzieren, schwer in Grenzen hält. Ahnlich geht es den anderen Bandmitgliedern (wahrscheinlich, ich weiß es nicht von allen) auch.


      Bleiben Videos, aber gute zu produzieren ist nicht ganz billig, wenn man nicht selbst über Equipment und die entsprechenden Aufnahme – und Schnittfähigkeiten verfügt.


      Ich erlebe immer wieder, daß, wenn „wir“ mal spielen, die meisten Leute es sehr mögen. Aber es gibt kaum Veranstalter, die uns einladen, und schon gar nicht für irgendeine Form von Gage. Das finde ich hochgradig schade und das nimmt mit der Zeit das Feuer aus Probenorganisation und –durchführung, Stückauswahl, Arrangieren etc.pp..


      Die KlangRausch-Quadrillenband spielt 2018 auf offenen Bühnen beim Drumherum in Regen: drumherum.com/fuer-besucher/sa…2018-202.html?gruppe=0140

      Weiterhin spielen solid ghost und/oder sunday jam bei der Sommerbordunale:

      bordun.de/news/sommerbordunale-2018-anmeldung-eroeffnet

      (Nebenbei: auch das Harfenduo Zirla spielt bei beiden Veranstaltungen.)


      Herzliche Grüße, Merit Zloch
    • Also für den deutsch-sprachigen Raum (Österreich) würde ich ad-hoc zwei Bands nennen.

      Die Quetschklampfa und Hotel Palindrone. Wobei erstgenannte traditionelle österreichische und Allerweltsmusik mit modernem Jazz verbinden.



      PDH - Preiset das Hümmelchen
      You know, Internet is a dangerous thing with all that sheet music out there...

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    • Gregorius schrieb:

      massentauglich (= populär)
      Na die Gültigkeit dieser Gleichung bezweifle ich aber.
      ---

      Gregorius schrieb:

      Zwischen den Kinderliedern im Kindergarten und den drei oben erwähnten Musikbereichen klafft ein riesiges Loch.

      Ganz so trübe sieht es ja nun nicht aus:
      Zirp (z.B. Teusch; hat Merit schon genannt)
      Zirla (z.B. Fünf Minuten; hat Merit auch schon genannt)
      Kwart (z.B. Rummelpott; "relativ einfach, kräftig, groovig, tanzbar, mit hohem Wiedererkennungswert" - definitiv vorhanden!
      Z.B. im September beim Windros-Festival zu sehen)
      Malbrook (z.B. beim letzte Windros; gibt's gefühlt schon ewig)
      Hüsch! (hier ein guter Überblick)
      Bube Dame König (Jeden Monat ein neues altes Lied)
      Walther&Treyz (grad mit neuer CD, z.B. mit Dahlhoff)
      Kellerkommando (naja, die besten Zeiten scheinen vorbei, aber das fand ich gut)
      Zeller/Suchanek (z.B. Frau Fischerin beim Hamburger Winterwirbel, CD demnächst)
      Merit Zloch (Solo Harfe mit groove, auch zum Tanz, wie z.B. hier in Tübingen)
      T.K.P. (na die sind hier im Forum wohl bekannt, z.B. hierdurch)
      Boxgalopp (z.B. hier; und generell alles, was am Antistadl dranhängt)
      ...

      Alle diese Bands sind käuflich. Es ist eigentlich ganz einfach (na ja):
      Wenn man solche Musik hören will, muss man dahin gehen, wo sie gespielt wird.
      Oder man muss sie da spielen lassen, wo man selbst gerne hingeht (Veranstalter belatschern, selbst veranstalten).
      Ach ja, zum letzten Punkt: die meisten Veranstalter, die ich so kenne, sind eigentlich (relativ) normale Menschen. Es sieht so aus, als könne man das tun ;-). Natürlich ist das ein Haufen Arbeit, aber letztlich kein Hexenwerk.

      Die Plattheit des Abends kann ich mir jetzt nicht verkneifen: Wenn man Änderung will, könnte was ändern helfen. (na dis war jetzt echt sehr platt, sorry)
    • @_thomas_
      Eins fällt aber sofort auf, und zwar die überdurchschnittliche Präsenz der Fr. Zloch und Fr. Zeller bei all den verlinkten Projekten. Die Musik ist toll in allen Fällen, aber es spricht nun mal von einer kleinen Folkszene, verglichen mit jener der anderen Ländern. Bei der Szenengröße ist es einfach schwer Ort und Zeit zu finden wo eben solche Musik gespielt wird, was sie automatisch in die Sparte "Nischenprodukt" rückt. Ohne Internet würde ich z.B. bis heute nicht mal wissen dass Merit, Vivien & Mattis überhaupt existieren und Musik machen bzw. Dudelsäcke bauen.

      Ich glaube hiermit hat Merit hier so ziemlich ins Schwarze getroffen...

      Merit Zloch schrieb:

      Ich erlebe immer wieder, daß, wenn „wir“ mal spielen, die meisten Leute es sehr mögen. Aber es gibt kaum Veranstalter, die uns einladen, und schon gar nicht für irgendeine Form von Gage. Das finde ich hochgradig schade und das nimmt mit der Zeit das Feuer aus Probenorganisation und –durchführung, Stückauswahl, Arrangieren etc.pp..
      Meiner subjektiven Meinung nach ist das die größte Bremse der deutschen Folk-Szene!
      Man kann es wenden und drehen wie man will, die deutsche Geschichte des 20 Jh. hat leider bewirkt dass auswärtige Folklore seit nun vielen Jahrzehnten bevorzugt wurde, so dass wir es heute mit mehreren Generationen zu tun haben die nichts anderes kennen. Veranstalter mögen zwar normale Menschen sein, sie müssen jedoch den Regeln der Wirtschaft folgen, und es ist leider so dass Politik und Wirtschaft nun mal Hand in Hand gehen. Die meisten werden aus eben diesen Gründen beim "Altbewährten" bleiben und keine Risiken eingehen. In meinen Augen besteht die wirkliche Arbeit darin Veranstalter von der Wirtschaftlichkeit der Trad-Folkszene zu überzeugen, im Sinne von - die Menschen mögen es, sie wollen es hören und im Gegensatz zu Neofolk, Pagan Metal etc. gibt es keinerlei Risiko dass es irgendwo politisch werden könnte.

      @Merit Zloch
      700 CD's... Als Pädagoge wäre ich (zumindest an einigen davon) durchaus interessiert. :) Melde mich evtl. per PM.
    • Gregorius schrieb:

      Eins fällt aber sofort auf, und zwar die überdurchschnittliche Präsenz der Fr. Zloch und Fr. Zeller bei all den verlinkten Projekten. Die Musik ist toll in allen Fällen, aber es spricht nun mal von einer kleinen Folkszene, verglichen mit jener der anderen Ländern.
      Naja, vor allem zeigt es mal den persönlichen Fokus. Den, den ich habe, das ist einfach der Teil der Szene, in dem ich mich überwiegend bewege. Das heißt nicht, dass es nicht noch anderes gäbe. Gar nicht erwähnt hatte ich z.B. die ganze niederrheinsche Szene (Einstürzende Heuschober, Schäng Blasius Flönz Rakete u.a.), alles um Stefan Straubinger (solo, Fei scho, Spui'maNovas), Kofelgrschoa. Hinter "generell alles, was am Antistadl dranhängt", verbergen sich ja auch ein ganzer Haufen Bands. Kurz zusammengefasst - es gibt einen Haufen Musiker und Bands hierzulande, die auf der Grundlage traditioneller Musik spielen. Die pauschale Aussage zwischen Kinderliedern im Kindergarten und "1). Volksschlager, 2). Neofolk-Pagan-Fantasy-Metal-Zeugs und 3). Mittelater/Mittelalternativ" gäbe es nur ein Loch und sonst nichts, stimmt einfach nicht.

      Wenn man von etwas mehr haben möchte, hilft es doch nichts, den Teil, den es gibt zu ignorieren in dem man sagt es gäbe so etwas nicht. Aus meiner Sicht hilft nur: da hingehen, wo es das gibt, Eintritt bezahlen, CDs kaufen, andere anstecken in dem man drüber redet und seine Begeisterung teilt. Na und eben, wie schon geschrieben, Veranstalter belatschern, oder auch selbst veranstalten.
    • _thomas_ schrieb:

      Kurz zusammengefasst - es gibt einen Haufen Musiker und Bands hierzulande, die auf der Grundlage traditioneller Musik spielen. Die pauschale Aussage zwischen Kinderliedern im Kindergarten und "1). Volksschlager, 2). Neofolk-Pagan-Fantasy-Metal-Zeugs und 3). Mittelater/Mittelalternativ" gäbe es nur ein Loch und sonst nichts, stimmt einfach nicht.

      Wenn man von etwas mehr haben möchte, hilft es doch nichts, den Teil, den es gibt zu ignorieren in dem man sagt es gäbe so etwas nicht.
      Auch ich habe einenn persönlichen Fokus, und der ist jener eines Pädagogen, der mit allen (Alters-) Schichten der Gesellschaft arbeitet und immer wieder feststellt dass das, was an deutscher Folkszene da ist, schlichtweg zu wenig ist um im Bewusstsein der breiten Bevölkerung der Bundesrepublik einen Eindruck zu hinterlassen. Das ist das "Loch" von dem ich rede. "Mittelalter" ist zwar Nischenprodukt, aber "man kennt's" trotzdem, besonders seit Anfang 2000er In Extremo bei VIVA und MTV lief. Diesselben Kanäle baten zumindest zweiweise eine Plattform für Musik der sog. "Schwarzen Szene", die "schwarzen Leutz" sind der Bevölkerung auch ein Begriff. Eine vergleichbare mediale Aufmerksamkeit ist der Trad-Folkszene bisher nie gegönnt worden, ich würde sogar so weit gehen und sagen dass 70-90% aller deutschen Bürger von der Existenz einer solchen Szene nicht mal ahnen. Ich habe oben das Video von The Dead South verlinkt, diese Jungs sind in den Charts (!!), was schon an sich für die breite Akzeptanz der Country-Musik in den USA spricht.

      Deutsche Trad-Folk-Bands an ihrer Gesamtzahl verglichen mit Pipe-Bands in UK allein? Country-Bands in den USA und Canada? Irish Folk in Irland allein? Das sind Größenordnungen an Unterschieden. Von der breiten Bevölkerung wahrgenommen und akzeptiert und mit einer ausgeprägten ethnischen Note leicht wiedererkennbar. Deutscher Trad-Folk ist der eigenen Bevölkerung weitgehend unbekannt, wobei viele auch primär auswärtige Folklore spielen und nichts was als "distinctively German" gelten könnte. Es ist kein Zufall dass die ganze Welt den Volksschlager eben als "German Folk Msuic" wahrnimmt, obwohl die spezifisch süddeutsche Folklore, die im Volksschlager präsentiert wird, wohl kaum auf den Rest Deutschlands zutrifft.

      Deswegen bin ich ein Freund solcher Projekte wie TradTanzMusik und ein bekennender Dreyßer-Fanboy, und tatsächlich aktiv dabei in meinen beruflichen Einflussbereich Trad-Folk zu empfehlen. :)
    • ... Country in den USA schon immer sehr verbreitet war und dort auch als Mainstream gilt, anders wie in Europa. Einige Staaten, wie etwa Tennessee, sind derart auf Country-Musik ausgerichtet, dass sie als Mekka dafür gelten, siehe z.B. Nashville, das Zentrum der kommerziellen Country-Musik und deswegen „Music City“ genannt.

      Nicht alles, das hinkt, ist ein Vergleich.
      • "Kaum macht man's richtig, schon funktioniert's."
      • "Wenn's ned grooved, isses für'n Arsch." - Mattis Branschke
    • ...es mir gelungen ist, die Beiträge im Forum sackpfeifenbau.de wieder zugreifbar zu machen. Suchen und Stöbern ist damit wieder möglich - in den alten Beiträgen steckt ja doch jede Menge Wissen. Wie Mick allerdings in einem anderen Thread schrieb, haben wir uns vor längerer Zeit bereits entschlossen, das Forum in Würde dahinscheiden zu lassen; das mangelnde Interesse zum einen und die technischen Probleme zum anderen sind hauptsächliche Gründe hierfür. Anmeldungen oder neue Beiträge (oder auch das Antworten auf alte Beiträge) sind daher nicht mehr möglich - in der Hoffnung, dass, wenn kein schreibender Zugriff mehr erfolgt, die Postings auch nicht wieder verschwinden.

      Liebe Grüße,
      Andreas
      Planung ersetzt den Zufall durch den Irrtum.
    • ... heute Vormittag die D-Spielpfeife (Schäferpfeife) von Mattis eingetroffen ist. Mal sehen wie ich mit den Klappen zurecht komme. Zu aller Erst muss ich aber noch die Arbeitstag hinter mir bringen und dann etwas basteln gehen. ;)

      ... ich mich in "Nimmersatt" umbennen sollte... :P
      PDH - Preiset das Hümmelchen
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    • ... die Mensur nach mehrmaligem Spielen schon sehr gut geht (Dank Erfahrung mit vielen Dudelsäcken). Die Klappen werden aber wohl einer längeren Eingewöhnung bedürfen. Vor allem fragte ich mich gestern schon, wie das mit 3 Fingern + Klappe, klappen soll (g' auf c'). Die Antwort ist vermutlich einfach: Üben
      PDH - Preiset das Hümmelchen
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    • Das ist mir auch aufgefallen. Da tu ich mir mit meinen sehr langem Armen aber aufgrund standardisiert kurzer Säcke etwas schwerer :(

      Hilft aber nix. Üben Üben... naja.. erstmal Arbeit Arbeit.. und dann Üben Üben.

      Bin auf jeden Fall sehr zufrieden. Die Spielpfeife kann alles was ich mir gewünscht habe. Hoch D Rappel, f von oben kommend. Konstanter Druck über die gesamte Spielpfeife. Überblasen ohne Mühe.

      Pipers Grip bei der Unterhand scheint mir mit dem Klappensystem aber suboptimal zu sein. Mit den Fingerkuppen gespielt gehts dann nochmal einfacher.
      Vorm Spiegel treff ich dann sowieso besser. :D
      PDH - Preiset das Hümmelchen
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