Meine Projekte - Schelmenkopf

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    • Meine Projekte - Schelmenkopf

      Konstruktion eines Uilleann Pipes Bordunstocks mit Wechselschalter, in Anlehnung an das System von Kannmacher - nachzulesen unter Anderem hier:

      162.13.136.126/data/IRIS/02301_2004winter.pdf

      kannmachmusik.de/deutsch/die-musik/


      162.13.136.126/data/PIOBAIRE/PIOB0904.PDF


      Die Bordunkammern für Bass und Tenor sind von unten verschlossen und werden über Querbohrungen durch eine 12mm Bohrung in der Mitte mit Luft versorgt, welche durch den Propfen verschlossen wird.

      Eine weitere Querbohrung, ausgehend von der Baritonkammer, versorgt eine Aa-Gruppe welche über einen Flansch - baugleich mit dem des Bass-Regulators - mit dem Bordunstock verbunden sind.

      Die Luftzufuhr für den Baritonbordun erfolgt durch ein Rohr mit Querbohrung, welches von einer Polsterplatteabgedichtet wird.

      Eine Madenschraube mit Druckfeder sorgt für sicheres Halten der Schalterstellung. Zwischen den vier Einrastpunkten befinden sich - horizontale, diagonale und vertikale Rillen welche als Führung dienen - zu sehen sind in der Zeichnung

      die Vertikalrillen - der Rest fehlt noch.

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      Dieses System findet vom Funktionspinzip unter anderem bei Andreas Rogge, Torsten Tetz und Matthias Branschke Anwendung, auch wenn die Konstruktionsweise vermutlich anders ist.

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    • Außerdem habe ich mir einen Flachräumer 1:82,5 machen lassen, zwecks der Herstellung eines Foot Joint für Pastoral Pipes.

      Eigentlich hatte ich mein Projekt zur Neuentwicklung eines Hümmelchen bereits aufgegeben, da jedoch der Räumer ohnehin einen Konus hat den ich ausprobieren wollte,

      werde ich die Arbeit in diese Richtung fortsetzen, auch wegen der von mir angekündigten Zusammenfassung.



      Eine wie Subi bereits vorgestellte Klappenmechanik um den Tonumfang nach unten um zwei Ganztöne zu erweitern- für französische Säcke baugleich mit der einer Daumenklappen-Mechanik eines Fagotts - ist für mich vermutlich technisch nicht umsetzbar, auch wenn ich noch ein paar Dinge ausprobieren möchte.

      Die zwei Klappen oberhalb wie sie unter Anderem von Stefan Widhalm und Jens Günzel verbaut werden, bleiben. Dabei wird Klappe für den oberen Daumen mit einem Messinröhrchen ausgekleidet, welches einen Innendruchmesser von 0,8-1,0mm haben sollte was inetwa 20% des Innendurchmessers entspricht, da dies ein sicheres Überblasen garantiert. Durch die Erweiterung nach unten sind die fehlenden Töne vorhanden, die aufgrund des Überblasens in die Duodezime erforderlich sind, außerdem stabiler in der Intonation. Beides findet sich bei modernen Klarinetten.

      Dies gilt allerdings für zylindrische Bohrungen, für den geplanten Konus liegen noch keine Ergebnisse vor, so das hier (vorerst) nur der Vorteil der Erweiterung des Tonumfangen nach unten vorhanden wäre.

      Durch den engen Konus erhoffe ich mir neben einem anderen Klang eine weiter zu greifende Mensur, sowie einen Tonumfang von 2 Oktaven durch Überblasen.


      docplayer.org/48488740-Holzblasinstrumente-katalog.html

      Siehe Seite 15, vergrößertes Klappensystem


      Wie man sieht wurde hier aufgrund der offenen Griffweise die oberste Klappe nach unten versetzt um außerdem den fehlenden Halbton zur Verfügung zu haben.






      Ein Vorgänger dieses Modells sah so aus - allerdings ging ich dabei von der Position als Resonanzlöcher aus:




      Für die obere Hand sah die Klappenmechanik der alten Versionfolgendermaßen aus:



      Durch die Exzenter wurde die Drehrichtung der Klappen so umgekehrt, das diese bei Nichtbetätigung geschlossen sind, die Bedienung war ebenfalls für den unteren Daumen gedacht.
      Eine simple Radialklappe hätte deshalb nur bedingt aufgrund der Spielpfeifendicke funktioniert.

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    • Nachtrag:

      Die Klappen sind in unbetätigtem Zustand geöffnet.

      Die Tasten können auch größer dimenstioniert werden, indem man an der Unterseite "Brücken" vorsieht - vergleichbar mit den Verbindungen
      bei den vier Klappen des unteren kleinen Fingers einer Klarinette, so dass das Daumenloch verschlossen bleibt auch wenn man weiter nach unten geht. So lässt sich wie hier auch problemlos
      eine dritte Taste anbringen, wahlweise als Halbton oder sogar als dritter Ganzton, was z.B. bei einer Schäferpfeife in G die Eweiterung nach unten bis Tief C ermöglicht und mithilfe
      einer Überblasklappe für die obere Hand, wie sie Andreas Rogge anbietet, einen Tonumfang von 2,5 Oktaven eröffnen würde, wenn auch nicht vollchromatisch.
    • Ich habe schon einiges gemacht mit Fusion360 und dann ausgedruckt. Wenn man ein Objekt hat, einfach Rechtsklick beim Reiter links auf das Objekt und Save as STL.

      Werde das nun auch angehen. Die Spielpfeife habe ich ja 1:1 nachgebaut und mit nachräumen und Tonlöcher aufbohren funktioniert diese auch. Daher, jetzt Klappen drann designen und dann ausdrucken.
      PDH - Preiset das Hümmelchen
      You know, Internet is a dangerous thing with all that sheet music out there...
    • Heute ist der Flachräumer mit 1:82,5 angekommen. Damit habe ich den Erstversuch einer Altspielpfeife ausgerieben (Halsöffnung 5mm) welche von den Tönen her bereits grob gestimmt hat.
      Die Grifflöcher sind gleich geblieben und mit dem ursprünglich verwendeten Rohrblatt wurde aus der F/G Altspielpfeife eine Bb/C Spielpfeife, also hat sich die Skala um eine Quarte erhöht.

      Der Klang mit geradem Rohrblatt war nach dem ersten Eindruck irgendwo zwischen Hümmelchen und Uilleann Pipes (tendenziell mehr), was ich auch anstrebe.

      Der Klang mit konischem Rohrblatt kann ich nicht beurteilen, weil das selbstgebaute Schäferpfeifenblatt (PS) das ich gemacht habe nicht richtig funktioniert,
      er dürfte ansich sehr angenehm sein und weniger scharf klingen. Eventuell wäre das die Möglichkeit eine Art "Narrow-Bore", "3/4" oder "Practice" - Schäferpfeife zu bauen
      bzw. um mit leiseren Instrumenten zusammenspielen zu können - oder eben als vollwertiges Übungsinstrument, im Vergleich zu halbgeschlossenen Hümmelchen.

      Ein Überblasen ist problemlos möglich. Bei verschiedenen, geraden Rohrblättern hat sich gezeigt das 2 Oktaven machbar sind. Ist das Blatt zu flach/ zu dünn,
      dann kippt der Ton nach 1,5 Oktaven in die erste Oktave zrück - ist das Blatt dick genug und entsprechend bearbeitet geht es weiter nach oben.

      Meine Überlegung einer Registerklappe halte ich weiterhin für sinnvoll, da so das Überblasen kontrollierbarer wird und beim Rohrblatt mehr das Augenmerk auf stabilere
      Intonation gelegt werden kann- wenn ich richtig liege.


      Das Klappensystem für die untere Hand entfällt, da es für mich nun definitiv nicht umsetzbar ist.

      Die Spielpfeife mit 5mm Halsöffnung ist für mein Empfinden noch etwas zu laut, knapp über der Lautstärke eines Scottish Smallpipes Chanters, so dass ich als nächstes Versuche mit 3,8mm/4,0mm/4,2mm
      Öffnung ausprobieren werde.

      Außerdem verschiedene Formen von Rohrblättern. Als Erstes ein leicht konisches Blatt, welches sich um den Faktor 0,825 verjüngen soll, was eine Verringerung der Breite um ca. 2mm bewirkt,
      bei 12-13mm Spaltbreite.

      Außerdem, ist am unteren Ende eine Birne/Trichter wie bei Stefan Widhalm vorgesehen, dort möchte ich verschiedene Innengeometrien ausprobieren um den richtigen Klang zu finden
      und gleichzeitig etwas über deren Auswirkungen zu lernen.

      Mögliche Varianten:

      flacher Trichter (wie Jürgen Ross -MA-Sack)
      tiefer Trichter (wie Klarinette)
      Teil-gedackter, tiefer Trichter (wie Zampogna)
      Ausgedrehte Birne (wie Oboe)

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    • Habe heute das Schäferpfeifenblatt nochmal etwas abgeschliffen, der Ton kommt dem der Tief-C-Schäferpfeife auf der Homepage von Andreas Rogge relativ nahe, allerdings deutlich schärfer.
      Das Blatt sollte dementsprechend breiter gestaltet sein für eine 3/4-Schäferpfeife, um den Klang weicher zu machen.

      Update:

      Mit der Hülse die Mattis einmal für seine Tief-D-Forschung im sackpfeifenbau-Forum gepostet hatte, habe ich ein Reed mit 11mm Breite aus den Kawkas Kefir Bechern gebaut,
      dazu die Mensur einer A-Borderpipe verwendet und diese passt auch grob, mit den Fingerlochdurchmesser einer Scottish Smallpipes, Halbtöne funktionieren damit nicht -
      aber ein Überblasen bis D''' ist möglich, man hat also für eine Spielpfeife C/D den Tonumdang von 2 Oktaven + 1 Ganzton zur Verfügung.

      Gracenotes klingen noch relativ schwach, vermutlich hilft es die Spielpfeifendicke ( Anfang 15mm, Ende 21mm Länge ohne Birne 380mm) zu reduzieren und/oder Griffmulden mehr oder weniger tief anzubringen.

      Die Birne am unteren Ende ist 52mm lang und verfügt über einen tiefe Bohrung für den Verbindungszapfen, es folgt ein Konus 1:20 und ein ca. 16-20mm tichterförmig gewölbtes Ende,
      mit einem Durchmesser von 30mm.

      Der Klang tendiert weiterhin in die oben genannte Richtung, aber insgesamt "klarer" und "offener", mit Annäherung an klassische Instrument wie Oboe oder Fagott.
      Die Lautstärke ist leicht unter dem der Scottish Smallpipes (eventuell ist es auch nur Eunbildung durch den weicheren Ton), aber trotzdem noch deutlich über einem Ross Hümmelchen.


      Nach dem jetzigen Stand lässt sich sagen, dass der Klang durchaus Potenzial und die Entwicklung eines neuen Instrumentes nach sich ziehen könnte,
      der Klang aber nichts mehr mit einem Hümmelchen gemein hat. Deshalb werde ich - bis auf eventuell die Spielpfeife, zu einem späteren Zeitpunkt - die Entwicklung in diese Richtung stoppen.

      Stattdessen wird es wohl doch ein mehrborduniges Hümmelchen, in Anlehnung an Stefan Widhalm.

      Bei der Festlegung auf eine bestimmte Griffweise bin ich noch unschlüssig, auch wenn ich die Vorteile von halbgeschlossener vom Schotten her kenne -
      so erscheint mir deutsche oder barocke Griffweise "richtiger".

      Tendenziell favorisiere ich momentan die barocke Griffweise gegnüber der offenen wegen folgenden Punkten:

      - Intonation und Chromatik
      - durch den Gabelgriff für f (Sopranblockflöte) wird man etwas ausgebremst, man spielt meines Erachtens bei barocker Griffweise genauer - und weniger schludrig und schnell.

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    • Bei der momentanen Entwicklung einer F-Altspielpfeife ist mir aufgefallen, dass die Position des Registerloches doch Auswirkungen hat - nämlich auf den Tonumfang.
      Bei den Versuchen mit einer Sopranspielpfeife ist es zuvor nicht aufgefallen, da nach oben ohnehin sehr wenig Spielraum vorhanden war.

      Ein Registerloch sollte deshalb immer möglichst nah am Reedsitz angebracht werden, es sei denn, man will den Tonumfang bewusst beschränken.
      Endgültig festgelegt wird der Tonumfang durch das Rohrblatt, falls es sich nicht überblasen lässt entspricht der höchste erzielbare Ton dem Grundton des Rohrblattes.

      Eine Altspielpfeife lässt sich mit einem Rohrblatt mit Grundton in C (selbiges findet auch für Sopranspielpfeifen Verwendung) mithilfe einer Registerklappe
      auf 2,5 Oktaven erweitern. Bei den Versuchen heute, war der höchste erzeugte Ton Bb'' - H'' wäre durch noch weiteres nach oben Verschieben sicher auch noch möglich.
      Die Position des letzten Versuches war bei 44mm.

      Die Frage " Lücke durch Duodezime" stellt aber weiterhin ein Problem dar. Es würde meiner Meinung nach zwei Lösungen gebn:

      1. Neben der A'-Klappe eine H'-Klappe zu platzieren, welche bei Nichtbetätigung der A'-Klappe ein Bb' erzeugt - allerdings kann ich mir nicht vorstellen wie ein flüssiger Wechsel ins obere Register funktionieren soll
      2. Eine weitere Klappe für den rechten Daumen - wobei hier wieder die technischen Mittel die Möglichkeiten begrenzen - die über zwei Wippklappen beide Resonanzlöcher verschließen könnte.
      Notfalls bestände auch die Möglichkeit ein Bb durch Verschließen der Resonanzlöcher mithilfe der Oberschenkel zu erzeugen, die Spielpfeifenlänge macht es zumindest möglich.

      Das Überblasregister bei einer 5mm Innenbohrung und PS-Blatt (Topfen-Quark) ist stabil genug um auch Verzierungstechniken spielen zu können.





      Momentan bin ich noch untentschlossen, ob ich das Überblasregister überhaupt verwenden soll - da ich einen Tonumfang von 1,5 Oktaven als für mich ausreichend empfinde.

      Eine Überlegung wäre, stattdessen die oben genannte 3 Klappenlösung zu verwenden und statt der Registerklappe eine c''-Klappe anzubringen.

      Sollte dies auch nicht möglich sein, würde es bei zwei Klappen A' und Bb' bleiben.

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      Nachtrag: In meinen Protokollen bin ich anfangs des Jahres bereits zu dem Schluss gekommen, das die weiter oben bereits erwähnte Klappenmechanik für den unteren Daumen die sinnvollste Variante
      wäre, um den flüssigen Wechsel ins Überblasregister zu ermöglichen. Damit wäre die Erweiterung nach unten bis C# gegeben, mit einem Rohrblatt in D oder E wäre vermutlich ein Tonumfang von
      3 Oktaven möglich - eine Klappe für das Tief-C wäre in Anbetracht dessen, vermutlich kein Problem.

      Die Erkenntnis daraus: Zylindrisch gebohrte, mit Doppelrohrblatt ausgestattete Spielpfeifen bieten somit die Vorraussetzungen sich den "klassischen" Musikinstrumenten, Oboe und Klarinette
      im Tonumfang anzunähern. Eine auf gleiche Weise erweiterte Spielpfeife in Tenorlage könnte mit diesen vermutlich gleichziehen, jedoch stellt sich die Frage, ob sich

      1. Der Tonumfang sich ohne weitere Klappen nach oben überhaupt realisieren lässt, da die Spielpfeifendicke die Anbringung von Mechanikern erschwert
      2. Das Rohrblatt in dieser Höhe möglicherweise die Luftsäule gar nicht zum schwingen bringen kann
      3. Vermutlich wäre mit Doppelrohrblatt eine Bohrung von 7-8mm nötig (Tenorlage) um eine angemessene Lautstärke zu erzeugen, womit wir uns technisch am
      ehesten einem Praetorius-Bock annähern dürften.
      4. Die Greifbarkeit der Mensur sowie Chromatik
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      Ich habe mich für die Variante mit einer c''-Klappe entschieden, über die Anordnung der Klappen werde ich mir in nächster Zeit Gedanken machen.

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    • Hier mal eine Variation der Mechanik für 3-bordunige Schäferpfeifen oder Borderpipes.

      Der Bordunstock ist von unten hohl gebohrt, der Quartbordun ist in einem Messingrohr untergebracht, so ist es möglich den Interferenzeffekt (?) zwischen Bass und Oktave
      zu nutzen, was in Sachen Klang und Stimmstabilität ein großer Vorteil ist.

      In das untere Ende wird eine Platte aus Aluminium eingeklebt. Die Mechanik wird dann in einem Wechselstock geschützt und gehalten. Der Durchmesser der Platte beträgt 42mm,
      der Einbindeteil hat einen Durchmesser von 45-46mm, der Innendurchmesser des Bordunstocks beträgt 40mm. Die Mechanik ist für Bordunstöcke mit
      Außendurchmesser 48-55mm ausgelegt, wobei durch Neigung des Bass-und Oktavborduns nach außen bereits um 1°-Grad sehr viel Raum für die Gestaltung und Dickenvariation der Bordune vorhanden
      ist. So sind auch Bordune mit Resonanzkammern oder Trichtern möglich. Der Bordunstock hat eine Gesamtlänge von Ober-bis Unterkante von 160mm. Die Höhe der Mechanik beträgt weitere 20mm.

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